Pressemitteilung EVK

3. Gelsenkirchener Patientenseminar Multiple Sklerose zog wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
Trotz des regnerisch kalten Wetters und des Beginns der 5. Jahreszeit am 11. November 2017 waren etwa 40 Interessierte
der Einladung von Herrn Prof. Dr. med. Claus G. Haase, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinische
Neurophysiologie an den Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen (EVK) zum 3. Gelsenkirchener Patientenseminar
„Multiple Sklerose“, in das Gemeindehaus der Altstadtkirche gefolgt.


Zusammen mit Frau Dr. med. Juliane Vollmer-Haase aus dem Team des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) an den EVK, der MS Nurse Frau Spresa Merko sowie Vertretern der Multiple-Sklerose (MS) Selbsthilfegruppe (SHG) stellte er aktuelle Informationen zur Diagnostik und Therapie von der MS-Tagung (ECTRIMS) in
Paris vom Oktober diesen Jahres vor. „Das Behandlungsspektrum erweitert sich zunehmend
und wird vielfältiger“, führte Prof. Dr. Haase aus, „so dass die Therapie-
Möglichkeiten immer stärker auf das Krankheitsbild des einzelnen Patienten zurechtgeschnitten
werden“. Bemerkenswert ist insbesondere die erwartete Zulassung eines
neuen Medikaments als erstmalige Behandlungsmöglichkeit der primär chronischen
Verlaufsform der MS. Er wies aber auch daraufhin, dass Vitamin D- und B-reiche Ernährung,
insbesondere auch hochdosiertes Vitamin B7, ebenso wie körperliche Bewegung
und Nikotinverzicht einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit und die
Lebenserwartung haben.

In einer Pause standen Vertreter von Fachfirmen den Besucherinnen
und Besuchern für Fragen zur Verfügung und hielten umfangreiches
Informationsmaterial bereit.


Prof. Dr. Claus. G. Haase erläutert den Besucherinnen und Besuchern
des 3. Gelsenkirchener Patientenseminars Multiple Sklerose u.a. neue Therapieverfahren


Anschließend stellte Herr Dr. med. Matthias Weniger, Oberarzt der Klinik für Psychokardiologie
des Bergmannsheil Buer, die Mechanismen, die bei Stress im Körper ablaufen
vor und wie diesen durch Achtsamkeit begegnet werden kann. „Unser Körper
reagiert unter Stress wie ein Steinzeitmensch, der immer in Sorge ist, vom Säbelzahntiger
angegriffen zu werden.“ Vermindert werden kann Stress durch das Gefühl
der aktiven Beeinflussbarkeit und die Konzentration der eigenen Gedanken auf die
aktuelle Befindlichkeit. Er verdeutlichte dies mit einer Atemübung, die von den Teilnehmern
sehr gut aufgenommen wurde.


Zum Abschluss wurde den Besucherinnen und Besuchern das gemeinsame Konzept
des Netzwerkes aus Klinik, MVZ sowie Beratung durch MS nurses und die SHG für
die Versorgung der MS-Patienten in Gelsenkirchen und Umgebung in den Räumlichkeiten
der EVK vorgestellt. „Wir freuen uns, dass unser Netzwerkt auf rege Nachfrage
und positive Aufnahme stößt“, erklärt Herr Mario Vanhinsbergh, Vertreter der MS Selbsthilfegruppe
Gelsenkirchen, der die erste Beratungsstunde am 3. Dezember
2017 in der Lobby der Station A5 von 10-12 Uhr anbieten konnte.

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